Ich habe einige schöne Jahre hier bei Kulando verbracht, aber nun ist es Zeit,
Birdies & Bogeys
wieder ein wenig mehr Leben einzuhauchen. Insofern präsentiert sich mein Blog nun in einem neuen Design und unter der neuen URL www.birdiesandbogeys.de.

Ich werde weiterhin von der Leidenschaft zum Spiel bloggen und mit Euch Lust und Frust des Golfens teile. Ich freue mich auf Euch :)

 

Auch Golf-Pros sind nur Menschen. Und bei solchen Herausforderungen entstehen echte Männerfreundschaften.

 

Kaum zu glauben, dass es jetzt doch Sommer in Bayern wird. In den nächsten Tagen soll sich das Thermometer zwischen 25 und 30 Grad einpendeln und ich bekomme zum ersten mal in diesem Jahr das Gefühl, meine Clubmitgliedschaft ist nicht nur für die Schublade da.

Auf der anderen Seite konnte ich mich von der Qualität meiner Puma-Schuhe überzeugen, die wirklich wasserdicht sind ;) Und da merkt man wieder, dass es wesentlich schöner ist, auch bei schlechtem Wetter auf dem Platz zu sein, als irgendwo 'rumzuhocken. Aber das ist ja nun hoffentlich vorbei und die Sonne macht mich braun, damit ich im Juni nicht noch aussehe wie ein Mozzarella.

 Ich wünsche Euch allen ebenfalls Sonne und mehr Birdies als Bogeys!

Vorgestern, also am Montag, habe ich einen Urlaubstag genutzt, um eine Runde Herbstgolf auf meinem Clubplatz in Egmating zu spielen. Es war kalt, ungemütlich und wunderschön. Die Bäume waren bunt, das Fairway sattgrün und ich teilte mir den Platz allein mit den Greenkeepern. Und ich machte eine erstaunliche Erfahrung ...

Nachdem ich mir den Sommer über (unbeabsichtigt) angewöhnt habe, den rechten Arm - ich bin Rechtshänder - beim Schwung anzuwinkeln, habe ich an Länge verloren. Am Montag nun besonn ich mich meines Pros, eines gut spielenden Freundes und eines Besseren, so dass ich an den Abschlag ging und, trotz eines am Ende nicht so tollen Scores, die für mich beste Runde seit langem gespielt habe. Was ist passiert? Ich achtete darauf, meinen rechten Arm zu strecken, woraufhin meine Schläge plötzlich länger wurden. Ich hatte nun das Problem, dass ich meine Eisen nicht mehr richtig einschätzen konnte und somit mehrfach irgendwo hinter den Grüns im Busch lag, so dass ich fünf Striche kassieren musste. Das positive auf der anderen Seite: ich spielte fünf Pars und zwei Bogeys. Ich war richtig glücklich.

 

Hier meine Scorekarte ...



Golfclub Schloss Egmating/18 Loch

9. November 2009 13:16

  Stefan Zarnic (29,4)
Abschlag: Gelb
Bahn Par HCP Länge Sco Sco AGS Brut Vorg Net Stb Gew
1 4 9 331 5 +1 5 1 // 3 3 +
2 4 3 369 7 +3 7 - // 5 1 +
3 4 15 326 4 E 4 2 // 2 4 +
4 3 11 126 8 +5 8 - // 6 - +
5 5 1 502 5 E 5 2 // 3 4 +
6 4 5 338 8 +4 8 - // 6 - +
7 3 13 182 4 +1 4 1 // 2 3 +
8 5 7 438 7 +2 7 - // 5 2 +
9 4 17 321 6 +2 6 - / 5 1 +
Out 36   2933 54 +18 54 6 17 37 18 9,0
10 4 18 315 4 E 4 2 / 3 3 +
11 3 14 197 7 +4 7 - // 5 - +
12 4 10 356 8 +4 8 - // 6 - +
13 5 12 484 5 E 5 2 // 3 4 +
14 4 6 387 5 +1 5 1 // 3 3 +
15 4 2 368 8 +4 8 - // 6 - +
16 5 8 431 7 +2 7 - // 5 2 +
17 3 16 148 4 +1 4 1 / 3 2 +
18 4 4 395 4 E 4 2 // 2 4 +
In 36   3081 52 +16 52 8 16 36 18 9,0
Out 36   2933 54 +18 54 6 17 37 18 9,0
Tot 72   6014 106 +34 106 14 33 73 36 18,0
HCP Vorschau 29,4

 

Eine 45minütige Doku von National Geographic zum Thema Golf ...

 

PS: Ich bin total genervt, dass das Einbetten von Sevenload-Videos nicht mehr funktioniert :( 

Ostern steht vor der Tür und ich werde die Feiertage nutzen, um Freunde und Familie in Berlin zu besuchen. Und glücklicherweise kann ich diesen Trip auch gleich mit einem persönlichen Wunsch verbinden - dem Saisoneröffnungsturnier der BSG Business 'n' Golf. Ich freue mich total auf das Turnier. Nicht nur, weil ich meine Berliner Golffreunde wiedersehen werde, sondern auch wegen des tollen Golfplatzes in Motzen. Ich habe zwei mal dort gespielt und mächtig Spaß gehabt. Der Course ist anspruchsvoll und spannend. Hier ist ein wenig Platzkenntnis von großem Vorteil und ich hoffe, dass ich mich an die eine oder andere Besonderheit des Meisterschaftschaftsplatzes erinnere.

Apropos Erinnerung ... wenn ich an Motzen denke, denke ich auch an 2006, als ich das erste mal den Platz spielte. Ich war noch nicht lang dabei und dachte an übernatürliches Talent bei jedem und jeder mit einem Handicap besser als 25. So auch an diesem Sonntag im Jahr 2006, als der Starter uns um elf Uhr mit seiner Kanone auf den Platz loslies. In meinem Flight war eine sehr selbstbewusste Dame mittleren Alters und kräftiger Statur, die nicht unerwähnt liess, dass sie - unter anderem, versteht sich - in einer Damenmannschaft spiele, und das sehr erfolgreich nebenbei bemerkt. Ich fand sie zwar etwas strange, aber sie hatte meinen 'jugendlichen' (und deshalb vielleicht auch golfsportlich etwas naiven) Respekt. Den hatte sie auch noch als sie an dem Par 3 den Ball neben das Grün setzte, dann einen Schlag versemmelte, mit dem dritten in die Nähe des Lochs kam und den vierten mit einem Pokerface einlochte. Als sie mir gegenüber dann locker ein Par vermeldete, war es aus mit dem Respekt. Gesagt habe ich aber nichts, ich Feigling. Das Turnier hat sie aber trotzdem nicht gewonnen - und das fand ich irgendwie total okay ;)

 

 Das 18. Loch des Berliner Golf & Country Clubs Motzener See vor dem Clubhaus
(Fotoquelle: Albrecht Golf Führer, www.1golf.eu)

 

Der Schnee taut, Grünes wird sichtbar und die Sonnenstrahlen wecken Frühlingsgefühle. Die Euphorie wird dadurch gebremst, dass mein Heimatplatz noch gesperrt ist. Dennoch, den sonnigen Mittwoch dieser Woche wollte ich einfach auf dem Platz verbringen. Nach einem kurzen Blick ins Netz der Rettungsanker ... die Golfrange in München-Brunnthal hat ihre Plätze freigegeben. Zwar nur mit Wintergrüns, aber was solls.

Nach 15 Minuten Fahrt biege ich auf den Parkplatz ein und staune nicht schlecht ... voll! Im Clubhaus entscheide ich mich dann für den neueren Platz "Kichstockach", da ich für die neun Bahnen des "Brunnthal" fast neunzig Minuten warten müsste. Und dreizehn Euro Greenfee halte ich für absolut fair.

Im Viererflight geht es dann über den Platz. Kirchstockach ist eigentlich ein Kurzplatz. Seine neun Bahnen bringen es mit drei Par 4 und sechs Par 3 auf gerade einmal 1703m. Und mit den Wintergrüns kann man den Course getrost als "Mickey Mouse Platz" bezeichnen. Normalerweise. Aber bei der ersten Runde der Saison gelten gemeinhin andere Regeln. Denn geschätzte 260m der ersten Bahn können lang genug sein, wenn man wie ich mit einem locker geschwungenen Holz 3 eine formidable Kerze fabriziert, die obendrein noch im Aus landet :)

Da die Chemie zwischen Bruno, Jürgen, Fritz und mir stimmt (ein gutes Omen für 2009), kann ich es gelassen angehen lassen und setze nach einem zweiten Abschlag ein kurzes Eisen recht passabel in die Nähe des - ich nenne es mal - Grüns. Die Sonne scheint, wir lachen und mir gehts gut.

Erstaunlicherweise habe ich nur drei Löcher gebraucht, um meinen Schwung mehr als Freund denn als Feind zu wissen und so konnte ich nicht nur das schöne Wetter auf dem Platz, sondern auch eine wirklich witzige und ganz gute, wenn auch kurze, Golfrunde geniessen.

Auf ein tolles Golfjahr 2009!

Die Muse der Selbstreflexion hat nicht jeden auf diesem Erdball geküsst, aber wenn man ab und zu in der Lage ist, einen kritischen Blick auf das eigene Ich zu werfen, ist es nicht nur hilfreich, sondern manchmal auch erhellend bis überraschend. So auch bei mir. Zwei Wochen Urlaub habe ich mir gegönnt und dabei eine interessante Erfahrung gemacht, die mich in gewisser Hinsicht auch ein bisschen angreifbar macht. Normalerweise geniesse ich es im Urlaub, ein bisschen länger zu schlafen, denn ich bin, was man den gerne-im-Bett-nochmal-umdrehen-Typus nennt. Und gerade vor diesem Hintergrund hat es mich (und meine Frau noch vielmehr) überrascht, dass ich freiwillig um sechs Uhr früh aufgestanden bin, um eine frühmorgendliche Runde Golf zu spielen (und nicht nur einmal).

Auf jeden Fall wurde ich bestens für mein Opfer belohnt. Um sieben Uhr haben mich nur ein paar Krähen und die Greenkeeper gegrüßt, so dass ich den Blick vom ersten Tee auf ganz besondere Weise geniessen konnte.

Sieben Uhr auf Tee 1

Berauscht von der Schönheit manikürter Natur ging es auf die Runde. Auf dem Weg über das Fairway merkte ich anhand meiner stylishen - aber leider nicht wasserdichten - Pumaschuhe, dass es ganz schön feucht ist, morgens um sieben in Bayern.

Die zweite Bahn, bergab mit einem Dogleg nach rechts auf ein gut verteidigtes Grün, sieht im morgentlichen Gegenlicht ganz easy aus. Nach einem kurzen aber partnerschaftlichen Gruß zum Greenkeeper ging der Ball auf die Reise. 


Abschlag der Bahn 2


Und dann kam mein Lieblingsloch. Die vierte Bahn ist ein Par 3, bergab auf ein Inselgrün. Ich liebe diese Bahn, weil ich es schon zweimal, mit mehr Glück als Verstand, geschafft habe, denn Ball gut an die Fahne zu legen. Und an diesem Tag war ich auch froh, dass mein kaputtes Kamerahandy nun ein funktionierendes Kamerahandy ist, zudem es wirklich Spaß macht, auf der Runde das eine oder andere Foto zu machen.

Ein Par 3 zum Verlieben

Ich werde es jedem ersparen, achtzehn Löcher zu beschreiben. Ich kann nur sagen, dass mein Wecker und ich nun mittlerweile ein bisschen besser auskommen. Freunde sind wir noch nicht, aber Golf baut bekanntlich Brücken.

 

Sonntag kam mein fünfjähriger Sohn auf mich zu und fragte mich geheimnisvoll, ob wir nicht eine Männerrunde Golf spielen wollen. Ich freute mich riesig, ahnte aber auch, dass meine wundervolle Frau wohl ein bisschen Zeit für sich haben wollte. In so einem Moment überlegt man nicht lange und gut gelaunt zog ich also mit meinem Sohn los.

Es war sehr warm, die Runde spontan und insofern bot sich der Egmatinger Kurzplatz an. Neun kurze aber schöne Löcher, alle zwischen 108 und knapp 160 m lang, stellen das Eisen und den Putter auf die Probe. Mein Sohn hat dabei zum ersten mal meine Schläger getragen. Natürlich nicht alle, aber den Putter - sozusagen ein Caddie light. Das hat mir und ihm nicht nur eine Menge Spaß gemacht, sondern mir auch zu einer glücklichen Kurzplatzrunde mit 5 über verholfen. Das war ein schöner Tag. 

Mittwochabend hatte ich es geschafft, pünktlich zur gebuchten Startzeit am 1. Abschlag in Egmating zu stehen. Der Abend war wunderschön lauschig, sommerlich warm und schon etwas fortgeschritten, so dass ich mir wenigstens eine schöne Halbrunde gönnen wollte.

Nach einer etwas hetzigen Anfahrt und zwei verhaltenen Dehnungsstreckern ging es mit einem mittelmäßigen Drive auf die Runde, an den sich einige nicht so tolle Schläge anschlossen, was mir einen imaginären Strich auf meiner Feierabendrunde einbrachte. Das zweite Loch, ein Par4 - bergab mit einem scharfen Dogleg - beendete ich nach einem wie ich finde gelungen Grünangriff aus 130m mit einem Bogey. Das liess mich das erste Loch vergessen ... und die Entspannung stellte sich ein.

Eine Sache, die ich wirklich mag und gern mache - nach einem gelungenen Schlag oder einem sauber gespielten Loch nach hinten zu schauen und den Blick aufs Fairway in Richtung Abschlag geniessen. Und diese Szenerie an diesem stimmungsvollen Maiabend wollte ich mit meinem neuen Kamerahandy festhalten. Ein geeigneter Augenblick, um zu bemerken, dass just diese Kamera nicht funktioniert - shit.

Das bringt mich übrigens zum zweiten shit in diesem Posting ... irgendwie bekomme ich es mit Bordmitteln nicht hin, ein sauberes Computerbild auf meinem FullHD-LCD-TV zu zaubern, um das golfdigital.tv-Programm zu testen. Aber zurück zum Spiel ...

Die Runde lief gut und machte enorm Spaß. An der Sechs wartete dann ein netter Kerl auf mich, ein Schweizer namens Urs. Wir spielten die nächsten vier Löcher gemeinsam, quatschten und lachten und versemmelten zwei Bälle grandios in die Wicken. Aber es war einfach schön. Und so kann es auch gern weitergehen in diesem Sommer. Jedoch das nächste mal mit einer funktionierenden Kamera und genügend Zeit für alle 19 Löcher.

 

Mit dem Einzug in meine neue Bleibe haben sich zwei elementare Erkenntnisse ergeben: erstens, die Wände sind viel größer - und zweitens, mein alter Fernseher ist doch wirklich eine Gurke.

Ein Flatscreen musste her. Und da ich - aus ästhetischen Gründen - so wenig Geräte (und Kabel) haben wollte wie geht, sollte es einer mit integriertem digitalem Kabeltuner sein. Gesagt, gekauft - nun hängt ein Sony Bravia an meiner Wand. Ich bin begeistert.

Heute habe ich mich für das dreitätige Testabo von Golfdigital.tv angemeldet und werde mir das auf dem 40''-LCD-TV ansehen. Am Computer macht mir das keinen Spaß, weil ich mich beim Golfgucken auf der Couch lümmeln will. Ob das gut aussehen wird (das TV-Bild, nicht das Lümmeln) ... es wird sich zeigen.

 

650 Meter über dem Meer, 27 sensationell gepflegte Löcher und nur fünf Minuten von meinem Heim entfernt ... das ist Honig in meinen Ohren. Es handelt sich dabei um den Golfclub Schloss Egmating, den ich nun auf meinem Mitgliedsausweis gedruckt sehe.

Bisher habe ich es zwar nur geschafft, drei der Championship-Bahnen zu spielen (mein fünfjähriger Junior hat mich begleitet und der Regen hat uns überrascht), aber den 9 Loch (Par3)-Platz habe ich schon ein paar mal für Pitch und Putt nutzen können.

Die Anlage liegt wirklich toll und die Leute sind superfreundlich. Wie sich das Platzdesign auf mein Spiel auswirken wird, soll sich aber noch zeigen. Ich werde berichten - versprochen. 

 


 

 

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Wer keine Werbung erhalten will, sollte das Häkchen an der richtigen Stelle entfernen.

 

 

 

Es gibt sie häufig, die Frage nach dem ultimativen Lieblingsflight. Der Flight, den man sich zusammenstellt, wenn man entweder Gott oder zumindest Tiger Woods heisst. In meinem Fall wäre das sicherlich etwas in Richtung Samuel L. Jackson, Stefan Maiwald und Golfblogger Alex (damit man auch noch Jahre danach darüber lamentieren kann).

Solltet ihr aber mal nebenbei 5000 Kröten übrig haben, dann kommt ihr der Sache schon ein wenig näher. Denn bei mydays kann man sich seinen Promiflight selbst backen. Obwohl ... auf Axel Schulz kann ich auch verzichten.

Ich habe mal wieder das große Glück, die erste Woche des neuen Jahres als Urlaub geniessen zu dürfen. Zum einen werde ich die Zeit nutzen müssen, um für meinen Umzug nach München einiges in die Wege zu leiten, zum anderen werde ich aber auch die Zeit haben, um die erste Golfrunde eines - wie ich hoffe - fulminanten Golfjahres zu spielen. Und da ich von einem guten Freund einen Gutschein für eine gemeinsame Runde auf einem Platz meiner Wahl habe, werde ich mir die Tage bis Silvester damit den Kopf zerbrechen, den richtigen Course für die ersten 18 Löcher des neuen Jahres auszuwählen. Keine leichte Entscheidung - Gatow und Semlin habe ich lange nicht gespielt, auf den Märlischen GC in Tremmen hättte ich auch Lust ... und Prenden kenne ich noch gar nicht. Manchmal verfluche ich die Pluralität unserer Zeit ;-)

Vielleicht gibt es den einen oder anderen Tip von eurer Seite. Bis dahin putze ich jedenfalls noch meine Schläger, zähle meine Bälle und bestücke mein neues Bag. Denn gerade für die winterlichen Runden habe ich mir eine Tragebag von Puma (Lindeberg) zugelegt, einerseits für den Fall, dass Trolleys ob der Witterung nicht erlaubt sein könnten, andererseits, weil es einfach toll aussieht ... und ich es einfach haben musste :-)

PS: Auf Leserwunsch das Foto des Bags - gefunden im Web.

[ >> Bildquelle ]

Und wieder sind viele Wochen vergangen, in denen ich mir ernsthafte Gedanken, oder sollte ich sagen - Sorgen, um mein Golfspiel gemacht habe. Nicht, dass ich keinen Spaß gehabt hätte. Der Urlaub in Österreich oder das Spielen der Betriebsportmeisterschaften waren schön. Aber dennoch bin ich nicht wirklich zufrieden. Dabei geht es mir nicht um mein Spiel als solches, also Handicap, Drivelänge oder Putts pro Runde. Was mich ein wenig melancholisch stimmt, dass ich so wenig Zeit hatte, mit den Leuten Golf zu spielen, die mir etwas bedeuten, mit denen ich gemeinsam übers Fairway schlendern und eine gute Zeit haben kann. Durch meine berufliche Pendelei ist vieles auf der Strecke geblieben ... die Abendrunden mit den Business-Golfern genauso wie die Sonnenaufgangsrunden mit Freunden.

Im Februar nächsten Jahres ziehe ich dann mit meiner Familie ganz und gar nach München. Die Bleibe ist schon gefunden und glücklicherweise bekommt man auch keine Depressionen wegen hornhautumbrafarbenen Fliessen oder mit Applikationen verschlimmbesserten Badestuben (ihr glaubt nicht, was ich alles auf meiner Makler-Tour gesehen habe).

Schade, dass die Berliner Golfzeit damit zu Ende geht. Ich habe es sehr genossen. Aber wo ein Ende ist, ist woanders auch ein Anfang. Denn ich ziehe in den Kreis Ebersberg (keine Sorge, ist nur eine halbe Stunde vom Münchner Büro entfernt). Und auf dem Weg zum Haus, in siebenminütiger Entfernung, liegt doch tatsächlich der Ort Egmating. Egmating dachte ich bei mir, das sagt mir was. Instinktiv habe ich Egmating in Verbindung mit Golf gegoogelt und siehe da, mein neues Zuhause liegt fast in Wurfweite zum GC Schloß Egmating ... wenn das keine Fügung des Schicksals ist :-)

Nun freue ich mich also darauf, im nächsten Jahr nicht nur ein wenig mehr Ruhe in mein Familien-, sondern auch in mein Golferleben zu bekommen. Und wenn es das Leben gut mit mir meint, dann bleibe ich nicht nur gesund, reich und schön ;-)), sondern verbringe wieder mehr Zeit auf dem Platz, schlendernd und lachend und mit Leuten, die mich an meine Berliner Freunde erinnern. Ihr werdet also in Zukunft bayerische Geschichten rund um Birdies & Bogeys lesen, ich bin selbst auch gespannt :-)

An dieser Stelle wünsche ich Euch allen Frohe Weihnachten, lieber Golfbälle als Socken unterm Baum, gesunde Menisken und ein tolles und erfolgreiches nächstes Jahr.


Uhhhh, was klingt das groß ... hört sich kompliziert an, isses aber nicht.
Wie ich vor meinem Urlaub berichtet habe, konnte ich mich über eine gelungene Qualifikation zur Deutschen Golfmeisterschaft der Betriebsportler freuen. Austragungsort waren die Platze des Gut Heckenhof und Schloß Miel und ich ging für unsere BSG Business'N'Golf in der HCP-Klasse D (26 - 36) an den Start.

Aber nochmal von vorn. Am Anfang stand für mich die Frage, wie ich am besten nach Köln gelangen sollte. Ich entschied mich fürs Fliegen und war - als Vielflieger kaum zu glauben - total nervös, weil ich die ganze Zeit Angst um meinen Driverkopf im Bauch des Flugzeugs hatte. Aber es ging alles gut. Und angekommen in Köln/Bonn dauerte es eine halbe Ewigkeit, bis wir endlich im Mietwagen saßen. Da im Vorfeld alle Hotelzimmer in der Nähe der Plätze ausgebucht waren (und ich mit meiner wundervollen, aber nichtgolfenden Frau unterwegs war), entschieden wir uns für das Le Meridien am Kölner Dom. Nachdem wir drei mal um den Domplatz gefahren sind (gefühlte zwei Stunden), konnten wir endlich einchecken ... und der Ausblick auf den Kölner Dom machte vieles wett. Leider war es auch schon mächtig spät. Und als wir im Gut Heckenhof bei Eitorf zum Come Together eintrafen, räumten die Kellner gerade die letzten Teller in die Küche. Also wieder zurück nach Köln.

Am nächsten Morgen hiess es BANZAI. Ich hatte meine Startzeit in Heckenhof um 11.44 Uhr. Die Klassen A und B spielten ihren ersten Finaltag auf dem Platz Schloß Miel. Gemeinsam mit Regina und Falk ging es los. Mein erster Drive flog zu hoch (und damit auch nicht besonders weit), lag aber gut am rechten Fairwayrand. Ich hatte mir im Vorfeld einen Gameplan für das erste Loch überlegt und wollte souverän und ohne Hektik den zweiten vorlegen und mit dem dritten aufs Grün. So die Theorie. Also legte ich den zweiten vor und hatte noch ein Wedge ins Grün. Einmal getoppt, zwei mal getoppt, mit dem fünften an den Grünrand, ein langer Putt zu kurz gelassen, den nächsten nicht gemacht und schwupdiwups der erste Strich ... Scheiss Gameplan.

Die ersten Neun waren durchwachsen, fühlten sich aber besser an, als die Scorekarte schwarz auf weiss zeigte ... gut für meine Psyche. Auf den zweiten Neun spielte ich konstanter und holte mir u.a. durch zwei Pars und drei Bogeys 25 Nettopunkte, so dass ich am Abend mit 41 Points als geteilter 2. meiner Klasse feststand.

Am zweiten Tag startete ich mit der Führenden in meiner Klasse auf dem Platz Schloß Miel. Enger als Heckenhof, mehr Wasser als Heckenhof - und ein wunderschönes Loch 9, ein Par 3 mit Wasserfontäne und Sonnenblumenfeld.

Ich startete also mit einem tollen Drive und einem Strich ins Turnier (ich sollte mir angewöhnen, etwas früher am Platz zu sein und mehr zu üben). Dank zweier Pars und einigen Patzern meiner Mitspielerin konnte ich mich leicht in Führung setzen. Auf den zweiten Neun kam dann das Tal der Tränen. Striche auf den Löchern 12, 13, 14 und 17 holt keiner mehr raus. Ich war alle, etwas enttäuscht, aber auch happy, zwei aufregende Tage überstanden zu haben. Am Ende war es dann der geteilte 6. in der Klasse und der geteilte 24. Gesamtnetto.

Der Deutsche Meister gewann übrigens mit 66 Bruttopunkten ... Rrrrrrrrespekt !

... geschafft ...

Für einen, der vom Meer kommt (nein, nicht die Nordsee, sondern die Adria) ist es manchmal schon schwierig, die eigene Psyche zu verstehen. Da hat man des Meer in den Genen und verliebt sich in die Berge ... naja, die Wege des Herrn sind ja bekanntermaßen unergründlich.

Aber egal, diese Liebe zu Österreich trieb mich auch um, als ich vor der Aufgabe stand, mit einer Vorlaufzeit von gerademal drei Wochen eine adäquate Ferienbleibe in der Hochsaison zu finden. All meine Unschuldsbekundungen (der Job machte eine bessere Planung nicht möglich) gingen ungehört durchs Hirn meiner Frau und so machte ich mich auf die Suche. Und da wir Drei (mein Sohn ist vier, er sagt fast fünf) keine Lust auf einen überteuerte Ölsardinenurlaub hatten, kam Kärnten schnell als Ziel in Frage. Durch ein wenig Geschick und mächtig viel Glück bin ich dabei auf das Landhotel Moerisch gestossen. Familiär geführt und mit einem Haubenkoch ausgesattet, las sich die Beschreibung sehr gut, zumal noch ein Zimmer mit separatem Kinderzimmer verfügbar schien. Ganz nebenbei fiel mir auch auf, dass das Hotel direkt am Golfplatz des GC Millstätter See liegt - wie gesagt, ganz nebenbei.

Das Zimmer war unkompliziert und mit tollem freundlichen Service gebucht und zum ersten mal nahm ich meine Golfschläger mit auf Reisen. Nach einem Zwischenstopp in meiner Münchner Wohnung kamen wir gutgelaunt am Millstätter See an und waren sofort begeistert. Vom Balkon hatte ich Blick auf die 13. Bahn des Millstätter Kurses und mein Herz hüpfte vor Freude.

Nach der Startzeitenreservierung durch das Hotel fand ich mich für meine erste Runde auf dem Millstätter Platz am Tee 1 ein und traf dort Familie Schmidt am Abschlag, die ebenfalls im Moerisch wohnte (wir erkannten uns natürlich, denn das Hotel hat nur 40 Zimmer). Gemeinsam mit Ralph, Susanne und Sohnemann Jonas (mit einem beachtlichen Drive für seine 13 Jahre) ging es dann auf die 18 Löcher und ich kann sagen, dass ich mit den Dreien einen fantastischen Flight gefunden habe, der sich während des Urlaubs immer wiederfand, schon allein deshalb, weil Ralph ebenso golfverrückt ist wie ich (an dieser Stelle ein herzlicher Gruß!).

Neben der superangenehmen und lockeren Atmosphäre, profitierte ich auch besonders von der Platzkenntnis der drei Mannheimer. Auf einem Hochplateu über dem Millstätter See gelegen, ziehen sich die ersten Neun wie ein Schmuggelpfad hoch und runter und links und rechts durchs Gelände. Wunderschön in die Natur eingebettet, ist man hier mit einigen blinden und kniffligen Schlägen konfrontiert. Nicht umsonst gastiert hier auch die European Challenge Tour ... und einfach kann ja jeder ;-)

Zum Beispiel die vierte Bahn. Das Handicap-1-Loch erfordert einen präzisen Drive ins Dogleg. Solltet ihr versuchen, die Bahn links wie auf der Graphik abzukürzen - vergesst es, denn der Berg ist im Weg. Rechts lauert dichter Märchenwald und das Fairway ist schön schmal. Der zweite Schlag geht dann blind über eine Kuppe. Und wer hier allein unterwegs ist, kann schon mal locker den Ball im Wasserhindernis oder sonstwo verlieren - man sieht ja nicht, wo er hinfliegt :-)

Oder die Sieben - bergauf über eine Schlucht, um dann das Grün anzugreifen, welches direkt vor einer Felswand liegt ... einfach schön.

Durch das Kraxeln am Berg musste die Pumpe ordentlich arbeiten; und Golf ist definitiv ein Sport, sofern man kein Elektrocart benutzt. Aber wir sollten uns wieder erholen, denn die zweiten Neun unterscheiden sich sehr vom Bergprofil der ersten Halbrunde. Die zweite Kurshälfte ist flacher und es kommt, bis auf Loch 12, immer Wasser ins Spiel. Vielleicht ist mir hier auch deshalb ein Birdie gelungen :-)

Ursprünglich hatte ich vor, auch die Plätze in Bad Kleinkirchheim und St. Michael im Lungau zu spielen. Aber der Millstätter Course ist landschaftlich dermaßen schön, dass ich gar keinen Bock hatte, woanders zu spielen. Oder anders gesagt - der Millstätter Golfplatz hat mir jedesmal eine andere Seite gezeigt, so dass ich gar nicht weg wollte.

Einen Satz muss ich noch zum Hotel verlieren. Ich war so begeistert, dass wir schon beschlossen haben, im nächsten Jahr wieder dort zu urlauben. Die geschmackvolle und sehr herzliche Atmosphäre des Hauses und des gesamten Teams schaffte es, dass ich mich - ehrlich urlaubsreif - schon nach vier Tagen erholt zurücklehnte, wobei auch die exzellente Küche dazu beitrug. Über die abendlichen Fünf-Gänge-Menus hat sich nicht nur mein Gaumen gefreut, die Hüfte auch ...

Nach einiger schreibfauler Zeit habe ich heute mal wieder Zeit und Lust, ein kleines Update meiner Golflust zu geben. Aber wo fange ich an?

Zunächst freue ich mich, weil ich ab morgen Urlaub habe. Das bedeutet, dass ich morgen mit zwei Freunden um 8 Uhr früh in Kallin abschlage. Nachdem ich dann nach der Runde alles wieder im Wagen verstaut habe, geht es einen Tag später für zwei Wochen ab nach Österreich. Das Hotel am Millstättersee liegt zufälligerweise direkt neben dem Millstätter Golfplatz :-)

Natürlich werde ich auch den Platz in Bad Kleinkirchheim ausprobieren und einen kleinen Abstecher nach St. Michael im Lungau machen .. ach, wat is det Leben schön.

Nach meinem Urlaub, genau genommen am 24. un 25. August führt mich dann der Doublebogey-Blues in den Raum Köln/Bonn. Dort findet an zwei Tagen die Deutsche Betriebssport-Meisterschaft statt. Kaum zu glauben, aber ich habe mich für das Turnier qualifiziert und freue mich nun schon auf die Plätze Gut Heckenhof und Schloß Miel.

Ihr seht, in nächster Zeit komme ich endlich wieder mal auf meine "Golf"-Kosten und ich kann es kaum erwarten - Vorfreude ist doch echt 'ne schöne Freude :-)

Eigentlich hatte ich einen schönen langen Bericht über meinen Tag in Fleesensee geschrieben ... und beim Veröffentlichen war alles weg. Nun hab ich keinen Bock mehr. (*seufz)

Kurzum: Der Scandinavian Course ist toll. Es war windig und hat viel Spaß gemacht. Das Restaurant und Clubhaus kann man sich schenken.

Ich fühl mich wie nach einem ausgelippten 10cm-Putt.

Über zwei Monate habe ich jetzt nichts mehr gebloggt. Um dieses erzählerische - sowie auch spielerische - Koma kurz zu unterbrechen, melde ich mich mit einem Lebenszeichen. Aber wie kommt's?

Einigen ist es schon bekannt, dass ich seit März mindestens drei Tage pro Woche in München arbeite. Diese drei Tage fallen leider sowohl auf die Dienstagsrunden des Berliner Afterworkgolfs als auch auf die Donnerstagsrunden von Business'N'Golf ... schön blöd.

Am Wochenende versuche ich dann familiär das aufzuholen, was unter der Woche "liegen geblieben" ist. Das bedeutet auch, dass sich mein Golfspiel seitdem nicht weiterentwickelt hat ... qualitativ und quantitativ :-)

Aber mit dem Jammern ist jetzt Schluss. Mit einem Freund - der noch viel mehr pendelt - fahre ich am kommenden Samstag nach Flesesensee. Unsere Familien kommen mit; und während wir die Schläger schwingen, vergnügen sich unsere Frauen und Kids in irgendwelchen Wellnessanlagen und Schwimmlandschaften. Dem Ressort sei Dank!

[Bildquelle: http://www.golfclub-fleesensee.de]

Endlich ist es wieder soweit. Nicht nur, dass die Tage länger und wärmer werden, am kommenden Wochenende startet meine persönliche Turniersaison.

Am Sonntag werden es die altehrwürdigen (naja, so alten noch nicht, aber dafür berühmten) Bahnen des Berliner Golf- und Countryclubs Motzener See sein.

Ich freue mich riesig und kann es kaum erwarten. Hoffentlich werden die Grüns in diesem Jahr besser in Schuss sein als 2006, als ein fieser Pilz das Putten zum Holpern machte. Ich bin aber ob des milden Winters zuversichtlich.

Zur Einstimmung - und darauf freue ich mich auch schon wie ein kleines Kind - werde ich einen Tag vorher den Arnold Palmer Platz im Sporting Club Scharmützelsee (Bad Saarow) spielen. Diesen Platz kenne ich, im Gegensatz zu Motzen, noch nicht. Allerdings hatte ich schon lange vor, dieses Parkland-Schmuckstück (so las ich jedenfalls) zu spielen. Was kann also schöner sein, als 36 Löcher an einem Wochenende zu spielen ?!

Nächste Woche weiss ich also mehr und werde berichten. Und drückt mir bitte die Daumen ;-)

Eigentlich wollte ich für einen ganzen Tag nach Fleesensee, aber aus verschiedenen Gründen ist es dann doch Kallin geworden. Ich habe gerade ein paar Tage Urlaub und da sollte Golf nicht fehlen.

27 Löcher habe ich gespielt, nette Leute getroffen und teilweise richtig mies geputtet. Aber mein Driver ... ich bin verzückt :-)

Es war wohl Schicksal, dass mich die Erkätungswelle letzte Woche auch erwischte und ich somit zwei Tage im BedOffice verbrachte. Denn sonst hätte meine wunderschöne Frau den freundlichen Herrn von Premiere abgewimmelt. Aber ich war ja da, nahm ab und freue mich nun über drei Monate Premiere Sport für umme, weil ich beim RyderCup-Gewinnspiel teilgenommen habe ... irgendwann im letzten Jahr. Aber egal ... ich sag' trotzdem Danke.

Das Premiere-Paket kam also, wurde am Sonntag von mir angeschlossen und freigeschaltet und ich staunte nicht schlecht über das Golfangebot. Dazu muss man wissen, dass ich mal Teleclub und Premiere-Abonnent der ersten Stunde war, allerdings nach mehreren Jahren treuer Kundschaft wegen allzu großer technischer Probleme entnervt das Handtuch schmiss - aber das ist erstens eine andere und zweitens eine alte Geschichte. Auf jeden Fall habe ich noch NIE Golf auf Premiere gesehen und war gespannt.

Nun hatte ich Glück (oder war es wieder Schicksal), den Receiver am Wochenende zu bekommen, so dass mein erster Premiere-Golf-Tag auf den Sonntag fiel ... also den Finaltag der WGC Match Play Championship. Dazu kam noch das PGA Tour-Event in Mexiko (!), Time for Golf mit Pro Vanden Berge und (wohl als Lückenbüßer) ein kleiner Bericht über Franz Beckenbauer, Mallorca und eine Menge Promis. Für jemanden wie mich, der sich auf Eurosport von Mittwoch zu Mittwoch hangelt, ein wahres Schlaraffenland, obwohl ich mir über die Qualität der Berichterstattung erst etwas später ein (dadurch vielleicht besseres) Urteil bilden möche. Aber auf jeden Fall freue ich mich jetzt schon auf Augusta ... und auf Chips und Bier ...


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Übrigens - als ich sah, wie Ogilvy in der Finalrunde des Match Play Championships gegen Stenson seine Annäherungen versemmelte und beide nicht nur einmal aus wirklich beschissenen Lagen spielen mussten, befiel mich die Erkenntnis, dass - erstens - die Pros anscheinend auch nur Menschen aus Fleisch und Blut sind und - zweitens - ich den einen oder anderen schlechten Schlag genauso gut hinbekommen hätte ;-)

Das Golfland Fleesensee bietet noch bis zum 1. April das Tagesgreenfee für schlappe 35 EUR an. Bei einer Anfahrt von gerade mal 90 Minuten, drei Plätzen und dem Spiel auf Sommergrüns werde ich einfach mal einen Tag hinfahren ... früh abschlagen, Mittag essen, wieder abschlagen und dann nach Hause fahren - muss einfach sein. Und vielleicht hat ja jemand Lust auf ein Matchplay.

Kurzes Spiel hin oder her. Um auch mal realistische Birdiechancen zu bekommen, reicht ein präzises Kurzpiel nunmal nicht aus - Länge musste also her. Aus diesem Grund habe ich mir auch einen Cleveland Launcher 10,5° Driver gekauft, um erstens meine Clone-Gurke abzulösen (die ohnehin nur in der Ecke stand ... was für ein böser und spontaner Fehlkauf) und zweitens meine Abschläge als Teil der Spiels in das strategische Geschehen halbwegs einzubinden.

Es war tolles Wetter und die Backnine des Pankower Golfresorts lagen vor mir. Pankow eignet sich für den ersten Spieleinsatz eines neuen Drivers aus zweierlei Gründen ganz gut: a) der Platz ist flach, eher lang als schwer und b) weist Pankow in dieser Jahreszeit ein Rough auf, in dem man auch noch den einen oder anderen verhauenen Ball wiederfindet.

Mit ein paar Putts und einer kleinen Aufwärmübung in den Knochen ging es also an das Tee 10. Vor mir lag ein 466m Par5 Loch, welches durch einen Wassergraben bei 135-165m geteilt ist.

[Bildquelle: www.golf-resort-berlin-pankow.de]

Also ein kurzes Waggeln, softer Rückschwung und mit nicht allzu grober Kraft durchgeschwungen. Der erste Drivershot überquerte den Bach mit einem mittelhohen Fade und landete nach ca. 200m Mitte Fairway. Da ich nun ohnehin kein Längenmonster wie Golffellow Alexander bin, war ich vollauf zufrieden - zumal sich ein hübsches Par auf dieser Bahn ergab.

Aber es kam noch besser. An der 13 - ein 505m langes Par5 - breitete sich das Fairway schon fast obszön vor mir aus. Gerade und breit lag es vor mir und ich zog wieder meinen neuen Launcher, den ich zu meiner eigenen Freude auch gut traf.

[Bildquelle: www.golf-resort-berlin-pankow.de]

Nachdem ich meinen Ball auf der rechten Fairwayseite erreichte, machte ich eine kurze Überschlagsrechnung. Laut Markierung waren es noch ca. 225 m bis zum Grünanfang. Da sich solche gefühlten Längen von 280m oft als Mumpitz herausstellen, habe ich mal ein gehöriges Pfund abgezogen. Aber auch nach dieser statistischen Bereinigung kann ich mir schon vorstellen, dass so 250-260m übrig blieben. Und genau in diesem herrlichen Moment der Erkenntnis verliebte ich mich in mein großvolumiges Schmuckstück und spürte für einen Augenblick den süßen Geschmack der Unsterblichkeit. Die Annäherung habe ich zwar verzogen, aber das Bogey fand ich dann nur halb so schlimm ;-)

Manchmal brauche ich als Start in den Tag eine morgendliche Neun-Loch-Runde direkt nach Sonnenaufgang. Gemeinsam mit einem Freund und Geschäftspartner ging es also nach Kallin, um den kleinen Par62-Platz zu spielen.

Die Sonne geht auf, die Vögel zwitschern und ... der Platz ist gesperrt - bei 4°C plus. Auf der Website kein Wort darüber. Klar, ich hätte vorher anrufen können, aber egal. Wir machen uns also kurzerhand auf den Weg in Richtung Phöben zum Märkischen Golfclub Potsdam. Unsere Zeit reicht nur noch für den Par3-Pitch & Putt-Platz, doch wir wollten unbedingt spielen. Und was hören wir dann ... 25 EUR (!) Greenfee (am Wochenende 30 EUR). Uns blieb wirklich die Spucke weg ob der neuen Preise für 2007. Und besonders dieser Platz - den wir nach unserer Odyssee natürlich dennoch gespielt haben - ist es wirklich nicht wert.

Tief "Kyrill" sowie eine Verabredung zum Golf hatten mich gezwungen, die Wettervorhersage zu studieren. Dabei war die Golfwetter-Site von Wetter.com nicht mal so schlecht. Dort findet man neben einer 10-Tage-Vorhersage (wenn's denn mal stimmt) auch noch schnell die Infos zum Club, zum Platz, Greenfeepreise und Anfahrt ... und natürlich die aktuelle Unwetterwarnung.

Hier das Golfwetter der Berliner und Brandenburger Clubs:

Meine Runde konnte ich mir zwar abschminken, aber dafür wartet zu Hause mein neuer Driver auf mich. Kann ein Wochenende schöner anfangen ?!

[Angebermodus an]

Eine 62er Runde in Pebble Beach bei den Focus Golfmasters. Das müsst ihr erst mal nachmachen. Gelegenheit gibt es noch bis zum 31.1.2007 - für die, die sich trauen ;-)

[Angebermodus aus]

Der Vorteil einer Zeitschrift - so sagt man - ist, dass ich mich gemütlich mit einer Tasse Kaffe auf die Couch fläzen kann und mich dann in das Heft vertiefe. Im Vergleich zum Internet ist das auch häufig so, da mir das lange Gestarre auf den Bildschirm ziemlich in den Augen juckt. Aber es gibt auch Ausnahmen im Netz. Ich bin ein großer Fan von Eugen Pletschs Golfnotizen und freue mich immer, wenn er sich wieder auf verschlungenen Pfaden seinen Themen nähert. Dann ist es immer Zeit, es mir mit einem Kaffee auf meinem Stuhl gemütlich zu machen und den Gedanken des Herrn Pletsch zu folgen - oder es zumindest zu versuchen. Dabei habe ich auch immer das Gefühl, dass am Ende alles gesagt sei und ich mich, den letzten Rest Kaffee schlürfend, auf eine neue Entdeckungsreise durch sein Golfuniversum freue. Und so ging es mir auch, als ich seine Grüße mit dem Titel "Hallo Golfhamsters ..." las, bis ich, am Ende angekommen, das Postscriptum wahrnahm ... und gerade dieser Kommentar hätte mich schon sehr interessiert, aber vielleicht ist das ja auch der berühmte Cliffhanger ... :-)

Gerade bei Ebay gekauft ... Cleveland Launcher 460 ... ich bin gespannt wie ein Flitzebogen :-)

Zuerst war ich total verdutzt, als mich die nette Clubsekretärin im PGC nach meinem neuen DGV-Ausweis gefragt hat. Dann beschreibt Thomas auch noch den neuen Jubiläumsausweis in seinem Blog und in mygolf bin ich als wohl von manchen Features ausgeschlossen (dort findet man angeblich unter Mein Club den Menupunkt DGV-Ausweis). Tja, als VcG-Mitglied hat man es halt nicht immer leicht. Meinen 2007er Ausweis habe ich immer noch nicht und auf der VcG-Website ist nicht mal eine kleine Info zu finden :-(

Seit November habe ich keinen Schäger mehr in der Hand gehabt. Ich habe keine Blogs und keine Foren besucht. Ich habe nicht mal meine Golfzeitschriften gelesen, allenfalls oberflächlich durchgeblättert. Was war mit mir geschehen? Viele Geschäftsreisen, viel Arbeit und dann die Weihnachtsfeiertage - es kam einiges zusammen und ich spürte eine mir fremde Distanz zum Golf. Nicht zum Spiel, sondern hinsichtlich meiner emotonalen Verbundenheit. Ich musste nicht mehr ständig daran denken, auf dem Fairway zu stehen oder die Bahnen hinunter zu blicken, um dann mit einem wohligen Gefühl einzuschlafen. Golf war irgendwie aus meinem Kopf.

Ich hatte das Glück, in der ersten Januarwoche Urlaub zu haben und da traf es sich gut, dass es in Berlin immer noch 9°C hatte. Am letzten Freitag hatte ich mir vorgenommen, wieder eine Runde Golf zu spielen - völlig zwanglos, allein und (nach der Lektüre eines Bob Rotella-Buches) ohne Scorecard.

Ich entschloss mich, den Platz des Potsdamer Golfclubs zu besuchen, den ich bis dahin noch nie gespielt hatte. Es war ein wenig regnerisch und ungemütlich draussen, auf dem Platz jedoch herrlich leer und meine Vorfreude stieg.

Der Platz und die Anlage gefielen mir gut und ich beherzigte meine Absicht, eine lockere Runde ohne Zählen zu spielen. Was soll ich sagen, es war wohl meine beste Runde, die ich bisher spielte. Der Wind pfiff, der Regen fiel und die märkische Vogelwelt machte mich glauben, ich wäre auf einem Küstenplatz. Aber es ist schon komisch ... da macht man sich Sorgen, dass einem das Spiel nicht mehr so wichtig erscheint und nun habe ich das Gefühl, einen Schritt nach vorn gemacht zu haben.


... an den Golfsommer. Nun werden die Tage wieder kürzer und die Klamotten dicker.

Dass ich den Stolper Westplatz mag, weiß jeder, der mit mir die eine oder andere Runde spielt. Ich finde das Layout toll und die spielerischen Möglichkeiten, die einem der Platz bietet (ob diese dann aber auch wirklich von mir umgesetzt werden, steht auf einem anderen Blatt).

Allerdings lese oder höre ich die eine oder andere Geschichte über den Ostplatz in Stolpe und jedesmal muss ich mir eingestehen, dass ich dieses Stück angelegter Natur noch nicht in spielerischen Augenschein genommen hatte. Gestern ergab sich jedoch die Gelegenheit, mehr aus Zufall als aus Kalkül.

Ursprünglich hatten wir (einige Teammitglieder und ich) vor, den Westplatz angesichts der kommenden Meisterschaft am Sonntag nochmal zu spielen, um die Bahnen wie ein Weltklasse-Bobpilot vor dem geistigen Auge zu haben. Allerdings wurde an diesem Tag ein Jugendturnier ausgetragen, so dass wir auf den Ostplatz auswichen.

Ich freute mich, denn ich lerne gern neue Plätze kennen. Und der Ostplatz liegt noch relativ jung und karg in der Ebene. Die Spielbahnen sind recht wellig und die Grüns erfordern ein genaues Lesen der Breaks. Wasser kommt hier und da ins Spiel, Bunker tun dies häufiger, es wird aber nie wirklich fies. Letztendlich ist es allerdings nicht der Platz, der einige Schläge kostet, sondern wie fast immer das eigene Unvermögen ;-)

War ja klar ... der dritte Schlag landete im linken Teich.
[Bildquelle:
http://www.golfclub-stolperheide.de]

Da die Tage leider immer kürzer werden, habe ich auch nur die ersten neun Löcher gespielt, und es hat mir eine Menge Spaß gemacht. Den Westplatz finde ich aber trotzdem schöner :-)

Wer kennt das nicht. Da spielt man einen wunderschönen Golfplatz und geniesst jede Sekunde auf dem Course. Die Clubhausterrasse ist toll, das Essen schmeckt und Mitglieder sowie Angestellte sind einfach nett und zuvorkommend. Wenn einem also solch gute Sache widerfährt, das ist schon (nein, kein Asbach Uralt) eine Beschreibung wert. Dann möchte man davon berichten und mitteilen, wie sehr es einem gefallen hat.

Aber auch das Gegenteil passiert. Da hat vielleicht die Startzeitenreservierung nicht geklappt, die Fairways sind bessere Acker und anstatt auf Greens zu putten ist man dabei, auf Browns zu hacken. Auch solche Plätze gibt es. Und meistens liegt es irgendwo dazwischen.

Als eifriger Konsument und als manchmal schreibfaules Mitglied des Spicy Golf Forums begrüße ich ein Projekt ganz besonders. Ein Golfplatz-Wiki, welches das Forum unkompliziert und schnell unter der Federführung von Forumsmitglied Rüdiger aufgesetzt hat und das nun im Begriff ist nicht nur zu wachsen, sondern uns Golfern auch eine Golfplatzbewertung zu geben - von uns für uns und ohne Sternchen und Bälle, sondern ganz ehrlich ... und natürlich auch subjektiv.

Was für ein komisches Wort doch "Brückentag" ist. Aber so komisch es sich auch anhört, wenn man wie ich die Gelegenheit hat, solch einen Brückentag als Urlaubstag zu geniessen, ist das schon etwas Feines. Und noch besser wird es, wenn Frau und Kind eigene Aktivitäten an diesem Tag haben ... also stand für mich Golf auf dem Programm, was sonst!

Da ich diesen Vor-Einheitsfeiertags-Montag recht kurzfristig in meine Freizeitplanung einbezog, hatte ich auch nicht die besten Karten, noch in eine Turnier-Startliste für diesen 2. Oktober zu kommen. Ein Wartelistenplatz für das Montagsturnier auf der Golfrange Berlin war das einzige, was ich ergattern konnte, jedoch ohne Erfolg für die letztendliche Teilnahme.

'Was solls' habe ich mir gedacht und überlegt, welchen herrlichen Platz ich an diesem freien Tag wohl spielen sollte. Am kommenden Sonntag stehen die Berlin/Brandenburger Betriebssportmeisterschaften auf dem Programm und da käme eine Übungsrunde sehr gelegen. Also vielleicht Stolpe, um den Austragungsort noch besser kennen zu lernen. Oder doch lieber ein Platz, den ich noch nicht gespielt hatte?

Schlussendlich war ich pragmatisch. Da ich nicht weit fahren und mich ganz dem Üben hingeben wollte, hiess mein Ziel Märkischer GC Potsdam in Phöben - nur ein Katzensprung entfernt. Und den 9-Loch-Course (Par 36) kenne ich gut genug, um mich nur auf meine Schläge konzentrieren zu können.

Bei der Ankunft war ich zunächst ziemlich überrascht, dass überhaupt so viele Automobile auf den Parkplatz passten. Startzeiten waren laut Computersystem kein freies Gut mehr und ich willigte dennoch voller Vorfreude ein, mich als drittes Rad einem Zweierflight anzuschliessen.

Pünktlich um 12.55 Uhr fand ich mich am ersten Tee ein, als ein Ehepaar sichtlich gehetzt fragte, ob sie gleich mit ihrer zweiten Runde weitermachen könnten. Ich sagte zu und begrüßte im nächsten Augenblick meinen Flightpartner, der wohl mit seiner Mutter auf die Runde gehen wollte. Als ich die Dame ebenfalls höflich begrüßte, erwiderte sie bananekauend, dass man nun gerade eine Stunde gewartet hätte, um alleine zu spielen. "Aber wir haben nichts gegen sie, wir kennen sie ja schliesslich auch nicht". Au Backe, was für eine Mistkuh. Mit einem Lächeln auf dem Gesicht und wenig Lust auf die nähere Bekanntschaft bot ich an, einfach fünf Minuten vor den beiden allein zu starten ... was im Nachinein einer meiner besten Entscheidungen war.

Dennoch lief ich an Loch zwei auf das hektische Ehepaar auf. Kein Blick nach hinten, das Handy an seinem Ohr und zum Durchspielen keine Chance. Da wurde getrödelt, geherzt und bei einem Querschläger ins Wasser auch mal getröstet ... zwei Minuten lang mitten auf dem Fairway.

Auf meinen zweiten Neun lief ich dann hinter einem anderen Ehepaar hinterher. Kein Durchspielen und auch keine Anstalten, vielleicht gemeinsam die Runde zu spielen. Nachdem diese beiden jedoch abkürzten, lief ich auf einen wirklich lahmen Dreierflight auf, der mich aber - als einziger - freiwillig durchliess. Danach erblickte ich vor mir ein anderes Ehepaar. Er fummelte nach jedem Schlag an seinem Bag herum (wahrscheinlich hatte er Eisenhauben), sie bewegte sich mit 50m-Schlägen vorwärts. An der siebten Bahn suchten sie zehn Minuten lang einen Ball im Rough, während ich am Abschlag stand. Und dann tat ich etwas, was ich ansonsten total verabscheue ... ich schlug ab und rief Fore. Jetzt hatte es Klick gemacht und ich durfte grosszügigerweise durch.

Unnötig zu erwähnen, dass ich am Abend total fertig war. Klar, jeder hat mal angefangen oder eine miese Runde gespielt und ich mag auch keine Drängler. Aber der Blick nach hinten und das lockere, aber zügige Spiel, sind für mich einfach Basics des Miteinanders auf dem Platz. Die Übungsrunde hatte sich für mich in ein mentales Bootcamp verwandelt und ich hatte zum wirklich allerersten Mal das Gefühl, dass Golf keinen Spaß machen könnte.

Nach langer Zeit war es wieder soweit. Ich hatte mich für mein erstes Turnier seit Monaten angemeldet und es sollte für mich ein Gradmesser meines Talents sein. Naja, nicht wirklich, aber es ist schon was dran, wenn die Faustregel besagt, zehn Prozent wären Talent, der Rest harte Arbeit. Und das Training auf der Driving Range habe ich nun wirklich vernachlässigt :-)

Aber mal ernsthaft - ich habe wirklich gemerkt, wo meine Stärken und meine Schwächen liegen. Wie immer konnte ich mich auf mein kurzes Spiel rund ums Grün verlassen, wobei mich allerdings mein neuer Putter auf den ondulierten Grüns des GC Kallin kläglich im Stich gelassen hatte. Sogar ein Vier-Pu ... (ich kann es einfach nicht schreiben, es ist zu schrecklich) war dabei. Aber wirklich üben muss ich die langen Schläge vom Fairway. Was ich hier an Unbrauchbarem produziert habe ... kaum zu glauben. Also bin ich heute auf die Range in Mitte und habe mein E5 und mein Holz 5 geübt. Und ich merke, üben hilft (Heureka!). Ansprechposition, Ausrichtung, nicht Überschwingen ... die Wiederholung und die Reflexion sind das Geheimnis - nicht mehr und nicht weniger. Auch wenn es mich eigentlich immer auf den Platz zieht, ich muss einfach öfter auf die Range!

Nachdem ich nun einige Wochen nichts mehr von mir hören liess (ich war beruflich u.a. mit dem Fahren wunderschöner Automobile beschäftigt), wird es nun Zeit, endlich den neuen Namen meines TM Putters zu veröffentlichen, den ich in einer groß angelegten Gewinnspielaktion ausgeschrieben hatte :-)

Und nun steht nicht nur der Name meines Putters fest, sondern auch der Gewinner meines Clones mit der schiefen Ausrichtungslinie. Die Entscheidung fiel nicht sonderlich schwer, denn es gab nur einen Beitrag, der in die Wertung einfloss ...

Auch wenn es nicht unbedingt ein Name ist, der mythische Träumereien hervorruft, so stehe ich doch zu meinem Wort und nenne meinen Rossa Menza Monza nun

"in-daaaa-hooole",

auf dass er das auch besonders gut tue. Als symbolischen Gewinner des Preisauschreibens küre ich Golf-Blogger Thomas, der allerdings schon bei der Abgabe seines Wettbewerbbeitrags im Falle des Gewinns auf den Preis verzichtet hatte. Dennoch gilt Dir mein Dank, schon allein, um bei jedem Drei-Putt eine Ausrede zu haben :-)

Vor einem Monat habe ich den Putter-Test des Rossa Menza Monza angekündigt, vor drei Wochen habe ich festgestellt, dass ich ein fauler Hund bin und am Montag ist mir klar geworden, dass ich absolut der Gößte bin. Okay, nicht immer und überall - aber auf dem Grün.

Dieser Zweihundert-Euro-Putter ist echt der Hammer. Bisher habe ich ja nicht wirklich daran geglaubt, dass ein Putter für viel Geld besser ist als ein Teil für wenig Geld (bis auf die kurze und sehr schmerzliche Erfahrung mit dem Ping Craz-E-Clone, der mir mit seiner schiefen Ausrichtungslinie Augenschmerzen verursachte). Aber beim Rossa Menza Monza stimmt einfach alles - den Namen mal ausgenommen. Das Zielen ist ein Kinderspiel und der Ball läuft wie an der Schnur gezogen die Linie entlang. Der Test lief zwar nur über neun Löcher, aber 1,2 Putts pro Loch fand ich nun gar nicht sooo schlecht :-)

Eins ist klar, das Ding bleibt meins und ich muss noch einen guten Namen für das Baby finden. Und da kommt mir doch eine kleine, nette und etwas fiese Idee - wer mir den coolsten Namen vorschlägt, kriegt meine Ping Craz-E-Clone-Katastrophe geschenkt ... das ist doch mal was ;-)

An einem schönen Herbsttag des Jahres 2005 hatte ich einmal vor, ein Turnier - natürlich nur netto - zu gewinnen, welches wir unter Freunden ausgespielt hatten.

Unglücklicherweise war ich trotz der tollen Stimmung und der lockeren Atmosphäre selbst alles andere als locker, was mich nicht nur störte, sondern an den Rand des Wahnsinns brachte. Die ersten vier Löcher musste ich streichen und ich hatte einfach keine Erklärung dafür ...

Bis ich einige Wochen später meinen Schwung an Tee 1 in der Videodokumentation gesehen habe ... wow, war das schlecht! Kein Wunder, dass der Ball überall dorthin flog, wo ich ihn definitiv nicht haben wollte.

Später ging es wieder besser und ich habe mein Tief überwunden. Das Gefühl jedoch, den schlechtesten Schwung ever gesehen zu haben, begleitete mich bis heute. Doch nun ist Schluß mit den Albträumen. Denn unter

http://worldsworstswing.com/outakes.html

präsentieren sich ganz famose Übel-Schwinger. Und wenn ich mir die anschaue, gehts mir wieder besser :-)

Montagabend war ein schöner Abend. Mein Arzt hat mir grünes Licht gegeben ... Golfplätze Berlins, ich komme! Okay, ich muss mich nun wieder 'rantasten. Aber ich bin guter Dinge. Die Business'N'Golf-Meisterschaft am kommenden Sonntag werde ich zwar noch nicht mitspielen, aber bald gehts wieder an die Buletten: OKI Golf, Golf League, Business'N'Golf, After Work Golf mit Alexander und und und ... I'm so hungry, my brain hurts!

Aber nun mal wieder auf den Teppich - ich werde versuchen, am Samstag die ersten Löcher zu gehen. Ein Segway brauche ich nun nicht mehr (finde ich sowieso irgendwie dämlich) und ausserdem sollte dem Sport Golf nicht auch noch die sportliche Komponente (hier 'Laufen') genommen werden.

Aber egal. Heute habe ich die Golf Spielen (für Nichtauskenner ... die Golf Beilage der Süddeutschen) in der SZ gefunden, ehrlich gesagt nicht gefunden, sondern gesucht. Viel neues gibt es ja nicht unbedingt, allerdings widmet sich das Supplement ganz ordentlich dem diesjährigen RyderCup.

Ausserdem verlost die SZ gemeinsam mit dem DGV u.a. einen Satz Nike-Eisen (NDS) inkl. Tasche. Und wer nun nicht den Coupon zur Hand hat (sehr oldschool), schreibt einfach das Lösungswort "100-jähriges" samt Adresse und Telefonnummer an 'gewinnspiel_sz@faktor3.de'. Es wird Euch nur leider nichts nützen, denn ich habe die Gewinnspiel-Götter schon angerufen, mir das Fortune zu schicken; obwohl der Nike-Satz sicher nicht zu den Waffen gehört, die mir Freudentränen in die Augen treiben.

Ich frage mich, wie kann ein Bewegungsablauf so harmonisch, voller Leichtigkeit, so kraftvoll sein. Und zugleich als der komplizierteste in der Welt des Sports gelten. Tiger Woods ist sicher vieles, nun ist er auch ein Kunstwerk.

Die Sinfonie der Bewegung gibt es hier.

Großspurig spreche ich von Ersatzbefriedigung, kündige einen ausgiebigen Puttertest an und was passiert ... gar nichts!

Ich bin so ein fauler Hund. Oder liegt es vielleicht daran, dass Putten auf einer Matte im Keller nicht so viel Spaß macht, wenn sich alle Welt bei 24°C auf dem Platz austobt? Ick weeß et nich ...

Freitag, 28. Juli 2006. Ich hatte nichts vor und Lust auf die Glotze. Da sich der Uhrzeiger direkt auf 21.45 Uhr schob, drückte ich die Eins auf der Fernbedienung und das altbekannte und mir so vertraute Tatort-Intro liess meine Hüften zucken.

Ich gebe es zu, neben der Lindenstraße bin ich auch ein Tatort-Fan. An diesem Freitag gingen wieder mal die Berliner auf Verbrecherjagd, diesmal auch im Golfer-Milieu, was mein Herz schneller schlagen ließ, da ich mich - als Nicht-Premiere-Abonnent - über jede Sekunde Golf im Free-TV freue wie ein kleines Kind.

Natürlich waren wie immer die Personen fiktiv. Aber diesmal nicht nur die Personen. Der Übeltäter, ein Baulöwe aus Kamerun, war Mitglied im Berliner Golf & Country Club, von dem ich bis dato noch nichts wusste und der anscheinend die Clubanlage des GC Gatow benutzt, jedenfalls meinte ich, dessen Anlage erkannt zu haben.

Was ich aber interessant und zum Schmunzeln fand, war die Freiheit, die sich die Tatort-Macher bei der Gestaltung der Golfszenen nahmen. Und da merkte ich, dass es wohl auch anders geht.

Lustig fand ich zum Beispiel, als der besagte Bösewicht den Driver bei einem Par3 zückte, dessen Fahne mitten auf dem Fairway gesteckt war ... vom Green war nicht zu sehen, weit und breit. In einer anderen Szene machte ich mir dann aber ernsthafte Sorgen um die Hauptdarsteller, als die beiden Golfer auf dem Weg zum Abschlag mitten über die Driving Range latschten, um sich dann mit dem Kommissar Ritter ein Wortgefecht an der 150m-Markierung zu liefern. Naja, zum Glück ist ihnen nichts passiert.

Dass ich nach meiner Kniegeschichte (erwähnte ich es schon ?) eine Weile brauchen würde, um in der aktiven Golferszene wieder Fuß zu fassen hatte ich befürchtet. Dass ich aber schon seit sechs Wochen nicht mehr den Schläger geschwungen habe, schmerzt doch sehr.

An dieser Stelle viele Grüße an Anke (die u.a. auch bei Golfers Delight schreibt) - ich weiss, was du durchmachst.

Nun kann ich also wieder halbwegs gerade gehen, ohne dass es allzu peinlich wirkt. Für eine 9-Loch -Runde, geschweige denn einen vollen Course, reicht es aber noch ganz und gar nicht. Also - was ist zu tun. Ich bin voll unter Entzug und widme mich nun der golferischen Nicorette ... dem Putter!

Ach so, der Putter? Nur eine Ersatzbefriedigung? Da höre ich schon den einen oder anderen Puristen sagen: "Die meisten Schläge macht man mit dem Putter, den muss man sehr sehr ernst nehmen!" Da ist natürlich etwas dran, aber es ist für mich doch ein großer Unterschied, ob ich die Eisen schwinge oder den Putter pendle, zumal ich mit durchschnittlich weniger als zwei Putts auskomme und damit ganz zufrieden bin.

'So what' denke ich mir. Wenn schon ersatzbefriedigen, dann mit Stil. Also habe ich mir den TaylorMade Rossa Mezza Monza AGSI ausgeliehen, um das gute Teil mal zu testen. Und wer weiss, vielleicht läuft er ja heiss. Ich werde sehen, fühlen und berichten.

[Bildquelle: http://www.taylormadegolf.com]

Gestern erzählte mir ein guter Freund mit Clubvorgabe 54, dass er das Eisen 9 locker 140 Meter weit geschlagen hätte. Das Eisen 5 soll sogar 200 Meter gegangen sein. Da blieb mir nur eins zu sagen ... Glückwunsch ;-)

Dieses Hole In One lässt mich jetzt bei jedem verzogenem Schlag bei einem Par 3 hoffen.